Warum du trotz Müdigkeit nicht einschlafen kannst
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In diesem Ratgeber
- Wie äussern sich Schlafprobleme?
- Wer ist besonders häufig betroffen?
- Warum kann man trotz Müdigkeit nicht einschlafen?
- Sieben alltagstaugliche Schritte
- Warum eine Abendroutine helfen kann
- Pflanzenstoffe und weitere Inhaltsstoffe
- Night Calm als Ergänzung der Abendroutine
- Die natürliche 60-Minuten-Abendroutine
- Wann ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll?
- Häufig gestellte Fragen
Müde im Bett – aber der Kopf bleibt wach
Der Körper ist erschöpft, doch im Kopf beginnt die nächste Schicht: Gespräche werden noch einmal durchgespielt, offene Aufgaben tauchen auf und aus einem Gedanken werden plötzlich zehn. Je stärker du versuchst, endlich einzuschlafen, desto wacher fühlst du dich.
Schlafprobleme sind in der Schweiz weit verbreitet. Laut der Schweizerischen Gesundheitsbefragung des Bundesamts für Statistik litten 2022 33 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren unter mittleren oder pathologischen Schlafstörungen. Das ist jede dritte Person. 26 Prozent waren von mittleren und 7 Prozent von pathologischen Schlafstörungen betroffen.[1]
Die Zahlen zeigen auch: Schlafprobleme haben in den vergangenen Jahrzehnten zugenommen. 1997 lag der Anteil noch bei 28 Prozent. Besonders deutlich war der Anstieg bei Frauen und bei jüngeren Menschen zwischen 15 und 39 Jahren.[1]
Schlecht zu schlafen ist also kein persönliches Versagen und auch kein Problem, das nur wenige betrifft. Häufig reagiert der Körper damit auf Belastung, unregelmässige Gewohnheiten oder ein Nervensystem, das am Abend nicht rechtzeitig vom Aktivitäts- in den Ruhemodus findet.
Wie äussern sich Schlafprobleme?
Nicht jede unruhige Nacht ist bereits eine Schlafstörung. Vorübergehende Einschlafprobleme können nach einem belastenden Tag, vor einer wichtigen Entscheidung oder in einer ungewohnten Umgebung auftreten.
Typische Beschwerden sind:
- Schwierigkeiten beim Einschlafen
- unruhiger oder leichter Schlaf
- mehrmaliges Erwachen in der Nacht
- zu frühes Erwachen am Morgen
- das Gefühl, trotz genügend Zeit im Bett nicht erholt zu sein
- Müdigkeit, Reizbarkeit oder Konzentrationsprobleme am nächsten Tag
In der Schweizerischen Gesundheitsbefragung war das mehrmalige Erwachen das häufigste Problem: 48 Prozent der Bevölkerung erlebten es manchmal oder häufig. Einschlafschwierigkeiten traten bei 39 Prozent manchmal oder häufig auf.[2]
Das Universitätsspital Zürich spricht von einer chronischen Schlafstörung, wenn eine Person während mindestens drei Monaten an wenigstens drei Nächten pro Woche schlecht schläft. Zu den Insomnien zählen Schwierigkeiten beim Ein- und Durchschlafen sowie ein zu frühes morgendliches Erwachen.[3]
Wer ist in der Schweiz besonders häufig betroffen?
Schlafprobleme können Menschen in jeder Lebensphase treffen. Die Schweizer Daten zeigen jedoch deutliche Unterschiede:
- Frauen: 37 Prozent berichten über Schlafstörungen, gegenüber 29 Prozent der Männer.
- Ältere Menschen: Bei Personen ab 85 Jahren sind 43 Prozent betroffen, bei den 15- bis 24-Jährigen 28 Prozent.
- Menschen mittleren Alters: Der höchste Anteil pathologischer Schlafstörungen findet sich bei den 45- bis 64-Jährigen mit 9 Prozent.
- Junge Frauen: Bei Frauen zwischen 15 und 39 Jahren stieg der Anteil pathologischer Schlafstörungen von 3 Prozent im Jahr 1997 auf 8 Prozent im Jahr 2022.
- Menschen unter sozialem oder finanziellem Druck: Schlafprobleme treten häufiger auf, wenn finanzielle Belastungen, beruflicher Stress oder geringe soziale Unterstützung hinzukommen.[1][2]
Diese Zahlen bedeuten nicht, dass Schlafprobleme im Alter oder in stressigen Lebensphasen unvermeidbar sind. Sie zeigen vielmehr, wie eng Schlaf mit Alltag, psychischer Belastung, körperlicher Gesundheit und Lebensumständen verbunden ist.
Warum kann man trotz Müdigkeit nicht einschlafen?
Müdigkeit und Entspannung sind nicht dasselbe. Du kannst körperlich erschöpft sein und gleichzeitig innerlich unter Spannung stehen. Das erklärt, warum manche Menschen tagsüber kaum die Augen offen halten können, im Bett aber plötzlich hellwach sind.
1. Stress und ein aktives Nervensystem
Unter Belastung bleibt der Körper auf Aufmerksamkeit eingestellt. Gedanken kreisen um Arbeit, Familie, Finanzen oder die Zukunft. Der Tag ist zwar vorbei, doch das Gehirn verarbeitet weiter.
Das Bundesamt für Statistik weist auf einen engen Zusammenhang zwischen Schlafstörungen und psychischer Belastung hin. Menschen mit pathologischen Schlafstörungen berichten deutlich häufiger über depressive Symptome, Angst und ein erhöhtes Burnoutrisiko als Menschen ohne Schlafstörungen.[1]
Dabei wirkt die Beziehung in beide Richtungen: Belastung kann den Schlaf stören, und anhaltend schlechter Schlaf kann die psychische Widerstandskraft schwächen.
2. Das Gedankenkarussell im Bett
Viele Menschen erleben erst im Bett die Ruhe, in der alle unerledigten Gedanken hörbar werden. Typisch sind Fragen wie:
> Habe ich heute etwas vergessen?
> Was muss ich morgen erledigen?
> Warum habe ich in dieser Situation so reagiert?
> Was, wenn ich wieder nicht schlafen kann?
Gerade der letzte Gedanke kann einen Kreislauf auslösen. Wer Schlaf erzwingen möchte, beobachtet die Uhr, berechnet die verbleibenden Stunden und erhöht damit den inneren Druck. Die Sorge vor der nächsten schlechten Nacht wird selbst zu einem Wachmacher.
3. Smartphone, Serien und dauernde Erreichbarkeit
Am Abend noch kurz Nachrichten beantworten, soziale Medien prüfen oder eine Folge schauen: Digitale Medien verlängern den aktiven Teil des Tages. Neben dem Licht spielt auch der Inhalt eine Rolle. Arbeit, Nachrichten, Diskussionen und schnelle Bildwechsel halten das Gehirn beschäftigt.
Das Schlaf-Wach-Epilepsie-Zentrum des Inselspitals Bern empfiehlt deshalb eine Pufferzone von ungefähr einer Stunde zwischen Alltag und Zubettgehen. In dieser Zeit sollten helles Licht, LED-Bildschirme, Aufregung und anstrengende Tätigkeiten möglichst reduziert werden.[4]
4. Unregelmässige Schlafzeiten
Spätes Ausschlafen am Wochenende, Schichtarbeit oder stark wechselnde Bettzeiten können die innere Uhr aus dem Takt bringen. Der Körper orientiert sich an wiederkehrenden Signalen wie Licht, Bewegung, Mahlzeiten und Aufstehzeiten.
Regelmässigkeit bedeutet nicht, jeden Abend auf die Minute genau schlafen zu müssen. Eine verlässliche Grundstruktur hilft dem Körper jedoch, Müdigkeit und Wachheit besser zu steuern.
5. Koffein, Alkohol und schwere Mahlzeiten
Koffein wirkt oft länger, als man wahrnimmt. Das Universitätsspital Zürich empfiehlt, vier bis sechs Stunden vor dem Schlafengehen auf Kaffee, Schwarztee, Cola und andere koffeinhaltige Getränke zu verzichten.[5]
Alkohol kann zunächst müde machen, verschlechtert jedoch häufig den Schlaf in der zweiten Nachthälfte. Auch sehr späte, scharfe oder schwere Mahlzeiten können das Einschlafen erschweren.
6. Körperliche Ursachen
Nicht jedes Schlafproblem ist ausschliesslich durch Stress oder Gewohnheiten erklärbar. Schmerzen, hormonelle Veränderungen, Restless Legs, depressive Erkrankungen oder Atemaussetzer im Schlaf können ebenfalls eine Rolle spielen.
Laut BFS berichten Menschen mit Arthritis, Arthrose oder Rückenschmerzen deutlich häufiger über Schlafstörungen als Menschen ohne diese Beschwerden.[1] Starkes Schnarchen, beobachtete Atemaussetzer, anhaltende Tagesmüdigkeit oder ein ausgeprägter Bewegungsdrang in den Beinen sollten ärztlich abgeklärt werden.

Was hilft beim Einschlafen? Sieben alltagstaugliche Schritte
Bei gelegentlichen Schlafproblemen helfen oft keine spektakulären Tricks, sondern wiederholbare Signale, die dem Körper Sicherheit und Ruhe vermitteln. Besonders wirksam ist meist nicht eine einzelne Massnahme, sondern eine Abendroutine, in der mehrere kleine Schritte zuverlässig zusammenspielen.
1. Eine echte Pufferzone schaffen
Beende Arbeit, Organisation und intensive Gespräche möglichst eine Stunde vor dem Schlafengehen. Dimme das Licht und wähle eine ruhige Tätigkeit: lesen, duschen, leise Musik hören oder einige Minuten bewusst atmen.
Entscheidend ist nicht das perfekte Ritual. Entscheidend ist, dass dein Körper es wiedererkennt. Ein solches Signal kann ein warmes Getränk, ein bestimmter Duft, eine kurze Atemübung oder auch eine bewusst gewählte pflanzliche Ergänzung sein, die immer zur gleichen Zeit Teil des Abends wird.
2. Gedanken aus dem Kopf aufs Papier bringen
Schreibe offene Aufgaben, Sorgen oder Ideen vor dem Zubettgehen auf. Ergänze bei Aufgaben den nächsten konkreten Schritt. Aus «Ich muss dieses Problem lösen» wird beispielsweise «Morgen um 10 Uhr rufe ich dort an».
Das Universitätsspital Zürich empfiehlt ebenfalls, Sorgen und Probleme am Abend auf einem Zettel festzuhalten und bis zum nächsten Morgen abzulegen.[5]
3. Jeden Morgen ungefähr zur gleichen Zeit aufstehen
Eine regelmässige Aufstehzeit stabilisiert den Schlaf-Wach-Rhythmus meist stärker als der Versuch, jeden Abend zur exakt gleichen Zeit einzuschlafen. Gehe erst ins Bett, wenn du tatsächlich schläfrig bist.
Das Inselspital empfiehlt ausserdem, nach dem Aufwachen Tageslicht zu nutzen und täglich Zeit im Freien zu verbringen.[4]
4. Das Schlafzimmer schlaffreundlich gestalten
Das Schlafzimmer sollte möglichst ruhig, dunkel und eher kühl sein. Schweizer Schlafzentren empfehlen häufig eine Raumtemperatur von etwa 16 bis 18 Grad Celsius.[4][5]
Das Bett sollte vor allem mit Schlaf verbunden sein. Wer lange wach liegt, kann kurz aufstehen, bei gedämpftem Licht etwas Ruhiges tun und erst zurückkehren, wenn wieder Müdigkeit einsetzt.
5. Koffein und Alkohol bewusst einsetzen
Beobachte, wie empfindlich du auf Kaffee, Energydrinks, Cola oder Schwarztee reagierst. Bei Einschlafproblemen ist es sinnvoll, Koffein bereits am Nachmittag zu reduzieren.
Alkohol ist keine verlässliche Einschlafhilfe. Er kann den Schlaf fragmentieren und nächtliches Erwachen begünstigen.
6. Bewegung und Tageslicht nutzen
Regelmässige Bewegung unterstützt den natürlichen Wechsel zwischen Aktivität und Erholung. Ein Spaziergang am Tageslicht kann bereits hilfreich sein. Sehr intensives Training direkt vor dem Schlafengehen wirkt bei manchen Menschen dagegen aktivierend.
7. Schlaf nicht erzwingen
Schlaf ist kein Leistungstest. Je stärker du kontrollierst, ob du bereits müde genug bist oder wie viele Stunden noch bleiben, desto grösser kann die Anspannung werden.
Eine hilfreichere Haltung lautet: «Ich muss jetzt nicht schlafen. Ich darf zunächst einfach ruhen.» Das nimmt dem Moment etwas Druck.
Warum eine Abendroutine mehr ist als eine Sammlung von Schlaftipps
Einzelne Tipps können hilfreich sein. Ihre eigentliche Stärke entfalten sie jedoch häufig erst dann, wenn daraus ein wiederkehrender Ablauf entsteht. Eine gute Abendroutine schafft einen bewussten Übergang zwischen einem aktiven Tag und der Nacht.
Dabei lassen sich drei Ebenen miteinander verbinden:
- Reize reduzieren: Licht dimmen, Bildschirmzeit beenden und Arbeit abschliessen.
- Gedanken entlasten: offene Aufgaben notieren, den nächsten Tag vorbereiten und innerlich einen Schlussstrich ziehen.
- Ein wiederkehrendes Ruhe-Signal setzen: zum Beispiel durch eine Dusche, leise Musik, einen Kräutertee, einige ruhige Atemzüge oder eine pflanzliche Ergänzung.
Das Ritual muss nicht aufwendig sein. Im Gegenteil: Je einfacher es sich jeden Abend wiederholen lässt, desto eher wird es zu einem verlässlichen Zeichen dafür, dass der aktive Teil des Tages endet.
Pflanzenstoffe, Aminosäuren und Mikronährstoffe als Teil der Abendroutine:
Wer nach einer natürlichen Einschlafhilfe sucht, stösst häufig auf Kräuter, Pflanzenextrakte, Aminosäuren und Mineralstoffe. Diese Stoffgruppen sind jedoch nicht alle dasselbe und sollten auch nicht wie ein klassisches Schlafmedikament verstanden werden.
Die Forschung liefert zu mehreren dieser Bestandteile interessante Hinweise.
Wofür sind die einzelnen Inhaltsstoffe bekannt?
Montmorency-Sauerkirsche
Die Montmorency-Sauerkirsche ist eine besonders säuerliche Kirschsorte, die reich an natürlichen Pflanzenstoffen wie Polyphenolen ist. Saft und Extrakte werden häufig in Produkten für Regeneration und Abendroutinen eingesetzt; wissenschaftlich wird unter anderem ihr Zusammenhang mit Melatonin und dem Schlaf-Wach-Rhythmus untersucht.[7]
Ashwagandha
Ashwagandha stammt aus der ayurvedischen Tradition und wird häufig als sogenanntes Adaptogen bezeichnet. Damit sind Pflanzen gemeint, die traditionell eingesetzt werden, um den Körper in belastenden Phasen zu begleiten. Heute findet man Ashwagandha deshalb vor allem in Produkten rund um Stress, innere Balance, Erholung und Schlaf.[8][18]
Passionsblume
Die Passionsblume gehört zu den klassischen europäischen Pflanzen für Ruhe und Entspannung. Sie wird traditionell bei leichter nervöser Anspannung und als Begleitung beim Einschlafen verwendet, zum Beispiel als Tee oder Pflanzenextrakt.[9][19]
Zitronenmelisse
Zitronenmelisse ist für ihren frischen, zitronigen Duft bekannt und seit Langem Bestandteil beruhigender Kräutertees. Traditionell wird sie bei leichter innerer Unruhe, zur Unterstützung des Schlafs und auch bei nervös bedingten Verdauungsbeschwerden eingesetzt.[10][20]
Kamille
Kamille ist vermutlich eine der bekanntesten Pflanzen für einen ruhigen Tagesabschluss. Als Tee wird sie traditionell bei Unruhe und Magen-Darm-Beschwerden verwendet und ist deshalb häufig Teil von Abend- und Entspannungsritualen. Die klinische Evidenz für eine direkte Wirkung bei Insomnie ist bislang jedoch begrenzt.[11][21]
Lavendel
Lavendel wird vor allem mit seinem charakteristischen Duft und einer ruhigen Atmosphäre verbunden. Er kommt traditionell in Duftkissen, Bädern, Tees und ätherischen Ölen zum Einsatz und wird häufig bei leichter Anspannung sowie als Bestandteil einer Abendroutine verwendet.[12][22]
L-Theanin
L-Theanin ist eine Aminosäure, die natürlicherweise in den Blättern der Teepflanze vorkommt. Sie wird häufig mit einem Zustand ruhiger Aufmerksamkeit in Verbindung gebracht und deshalb in Produkten für Konzentration, Entspannung und den Abend eingesetzt, ohne als klassisches Schlafmittel zu gelten.[13][23]
Taurin
Taurin ist eine körpereigene, aminosäureähnliche Verbindung, die unter anderem im Gehirn, in den Muskeln und in anderen Geweben vorkommt. Sie ist an verschiedenen physiologischen Prozessen des Nervensystems und des Zellhaushalts beteiligt. Eine direkte schlaffördernde Wirkung beim Menschen ist bisher allerdings nicht ausreichend belegt.[14][24]
Magnesium
Magnesium ist ein essenzieller Mineralstoff, der unter anderem für die normale Funktion des Nervensystems und der Muskeln benötigt wird. Deshalb wird es häufig in Produkten für Erholung, Entspannung und den Abend eingesetzt. Ob eine Ergänzung den Schlaf beeinflusst, kann unter anderem von der Magnesiumversorgung, der verwendeten Form und der Dosierung abhängen.[15]
Niacin, Vitamin B6, Biotin und Pantothensäure
B-Vitamine übernehmen zahlreiche Aufgaben im Energie- und Nervensystem. Niacin, Vitamin B6 und Biotin tragen unter anderem zu normalen Funktionen des Nervensystems und der Psyche bei. Pantothensäure trägt zu einer normalen geistigen Leistung sowie zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.[16][17]
Diese Funktionen bedeuten nicht, dass B-Vitamine unmittelbar müde machen. In einer Abendformulierung dienen sie vielmehr als Mikronährstoffkomponente, die grundlegende körperliche Funktionen unterstützt.
Eine durchdachte Kombination für deine Abendroutine
Genau diese unterschiedlichen Bestandteile führt Night Calm von Arbora Vita in einer gemeinsamen Formulierung zusammen: Passionsblume, Zitronenmelisse, Kamille, Lavendel, Ashwagandha und Montmorency-Sauerkirschen-Extrakt werden mit L-Theanin, Taurin, Magnesium und ausgewählten B-Vitaminen kombiniert.[6]
Die Idee dahinter ist nicht, gesunde Schlafgewohnheiten zu ersetzen. Night Calm wurde vielmehr als Ergänzung für eine bewusste Abendroutine entwickelt und kann dabei helfen, verschiedene pflanzliche Stoffe, Aminosäuren und Mikronährstoffe unkompliziert in einen wiederkehrenden Ablauf zu integrieren. Die vegane Formulierung kommt dabei ohne künstlich zugesetztes Melatonin aus.[6]
Wie eine solche Routine konkret aussehen kann, zeigt das folgende Beispiel.

So kann eine natürliche 60-Minuten-Abendroutine aussehen
Eine konkrete Routine hilft dabei, gute Vorsätze in einen wiederholbaren Ablauf zu verwandeln. Zum Beispiel:
Etwa 60 Minuten vor dem Schlafengehen
Beende Arbeit und Organisation, dimme das Licht und lege das Smartphone möglichst ausser Reichweite. Wer Night Calm in seine Abendroutine integrieren möchte, nimmt gemäss Produktangabe ein bis zwei Kapseln ungefähr eine Stunde vor dem Schlafengehen ein.[6]
Etwa 45 Minuten vorher
Schreibe offene Gedanken und Aufgaben auf. Notiere jeweils den nächsten konkreten Schritt, damit du das Problem nicht im Bett weiterlösen musst.
Etwa 30 Minuten vorher
Wähle eine ruhige Tätigkeit: lesen, warm duschen, sanfte Musik hören oder bewusst langsam atmen. Vermeide Nachrichten, Arbeit und Inhalte, die dich emotional aufwühlen.
Unmittelbar vor dem Zubettgehen
Sorge für ein dunkles, ruhiges und eher kühles Schlafzimmer. Gehe erst ins Bett, wenn du tatsächlich schläfrig wirst, und versuche nicht, den Schlaf zu kontrollieren.
Diese Routine ist kein starres Programm. Sie zeigt vielmehr, wie sich Schlafhygiene, mentale Entlastung und ein wiederkehrendes Ritual sinnvoll miteinander verbinden lassen.
Warum Night Calm gut in diese Routine passt
Der praktische Vorteil liegt vor allem in der einfachen Anwendung. Statt verschiedene Pflanzenextrakte, Aminosäuren und Mikronährstoffe einzeln zusammenzustellen, sind sie in einer Formulierung gebündelt. So kann Night Calm eine bereits bestehende Abendroutine unkompliziert ergänzen und als wiederkehrendes Signal mit dem Beginn der persönlichen Pufferzone verbunden werden.
Night Calm eignet sich als Ergänzung für Menschen, die:
- pflanzliche Bestandteile bewusst in ihr Abendritual aufnehmen möchten
- eine kombinierte Formulierung statt mehrerer einzelner Produkte bevorzugen
- auf künstlich zugesetztes Melatonin verzichten möchten
- ihre Einnahme mit einer festen, etwa einstündigen Pufferzone verbinden wollen
Night Calm kennenlernen – Inhaltsstoffe und Anwendung ansehen →
Wann sollte man Schlafprobleme ärztlich abklären lassen?
Gelegentlich schlecht zu schlafen ist normal. Eine professionelle Abklärung ist jedoch sinnvoll, wenn:
- die Probleme während mindestens drei Monaten mehrmals pro Woche auftreten
- die Müdigkeit den Alltag, die Arbeit oder das Autofahren beeinträchtigt
- starkes Schnarchen oder Atemaussetzer beobachtet werden
- du nachts einen ausgeprägten Bewegungsdrang in den Beinen verspürst
- Schmerzen, Angst oder depressive Symptome hinzukommen
- du regelmässig Medikamente oder andere Mittel zum Schlafen benötigst
Bei chronischer Insomnie gilt die kognitive Verhaltenstherapie als Behandlung erster Wahl. Das Universitätsspital Zürich setzt den Schwerpunkt entsprechend auf verhaltenstherapeutische Verfahren und eine sorgfältige Abklärung körperlicher und psychischer Einflussfaktoren.[5]
Fazit: Guter Schlaf beginnt vor dem Zubettgehen
Schlafprobleme sind in der Schweiz weit verbreitet: Jede dritte Person ist betroffen, und die Häufigkeit hat in den vergangenen 25 Jahren zugenommen. Besonders Frauen, ältere Menschen und zunehmend auch jüngere Erwachsene berichten über belastenden Schlaf.[1]
Hinter dem Satz «Ich bin müde, kann aber nicht einschlafen» steckt häufig kein Mangel an Müdigkeit, sondern fehlende innere Ruhe. Stress, Bildschirmzeit, unregelmässige Gewohnheiten und die Angst vor einer weiteren schlechten Nacht können das Nervensystem wach halten.
Die Lösung besteht selten in einem einzigen Trick. Wirksamer ist ein Zusammenspiel aus Tageslicht, Bewegung, regelmässigen Zeiten, einer reizarmen Pufferzone und einem Abendritual, das sich gut anfühlt und langfristig umsetzen lässt.
Pflanzenstoffe, L-Theanin, Taurin und ausgewählte Mikronährstoffe können in ein solches Ritual eingebettet werden. Entscheidend bleibt jedoch der Gesamtrahmen: Night Calm ist keine Abkürzung an den Schlafgewohnheiten vorbei, sondern eine mögliche Ergänzung zu einem ruhigen, wiederkehrenden Tagesabschluss.
Guter Schlaf lässt sich nicht erzwingen. Aber du kannst Bedingungen schaffen, unter denen er wieder leichter entstehen darf.
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Häufig gestellte Fragen zu Schlafproblemen
Warum kann ich nicht einschlafen, obwohl ich müde bin?
Körperliche Müdigkeit kann gleichzeitig mit mentaler oder nervlicher Aktivierung auftreten. Stress, Sorgen, Bildschirmnutzung und der Druck, unbedingt schlafen zu müssen, halten das Gehirn in einem wachen Zustand.
Was hilft gegen ein Gedankenkarussell in der Nacht?
Hilfreich sind eine feste Pufferzone vor dem Schlafen, das Aufschreiben offener Gedanken, ruhige Atemübungen und der Verzicht auf die Uhrkontrolle. Bleibst du lange wach, kann es besser sein, kurz aufzustehen und erst bei erneuter Müdigkeit ins Bett zurückzukehren.
Wie viele Menschen in der Schweiz haben Schlafprobleme?
Gemäss der Schweizerischen Gesundheitsbefragung 2022 leiden 33 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren unter mittleren oder pathologischen Schlafstörungen. Frauen sind mit 37 Prozent häufiger betroffen als Männer mit 29 Prozent.[1]
Wie lange sind Einschlafprobleme noch normal?
Einzelne schlechte Nächte sind normal. Halten die Beschwerden mindestens drei Monate an und treten sie an drei oder mehr Nächten pro Woche auf, sollte eine chronische Schlafstörung fachlich abgeklärt werden.[3]
Welche Abendroutine unterstützt guten Schlaf?
Eine gute Routine kann aus gedimmtem Licht, einer bildschirmfreien Stunde, einem warmen Getränk ohne Koffein, leichter Lektüre, einem kurzen Tagebucheintrag und einer ungefähr gleichbleibenden Aufstehzeit bestehen. Wer eine pflanzliche Ergänzung verwendet, kann sie als festen Zeitpunkt in diese Pufferzone integrieren.
Welche pflanzlichen Stoffe werden häufig in Abendroutinen verwendet?
Zu den traditionell verwendeten Pflanzen gehören unter anderem Passionsblume, Zitronenmelisse, Kamille und Lavendel. Ashwagandha stammt aus der ayurvedischen Tradition. Die Wirkung und wissenschaftliche Evidenz unterscheiden sich je nach Pflanze, Extrakt und Dosierung.
Was ist L-Theanin?
L-Theanin ist eine Aminosäure, die natürlicherweise in Teeblättern vorkommt. Sie wird häufig mit pflanzlichen Extrakten und Mikronährstoffen in Formulierungen für den Abend kombiniert.
Welche Inhaltsstoffe enthält Night Calm?
Night Calm kombiniert Passionsblume, Zitronenmelisse, Kamille, Lavendel, Ashwagandha und Montmorency-Sauerkirschen-Extrakt mit L-Theanin, Taurin, Magnesium sowie B-Vitaminen.[6]
Enthält Night Calm Melatonin?
Night Calm kommt ohne künstlich zugesetztes Melatonin aus. Die Formulierung enthält unter anderem Montmorency-Sauerkirschen-Extrakt.[6]
Wie wird Night Calm eingenommen?
Gemäss Produktangabe werden ein bis zwei Kapseln ungefähr 60 Minuten vor dem Schlafengehen eingenommen. Die empfohlene Verzehrmenge sollte nicht überschritten werden.[6]
Quellen anzeigen
[2] Bundesamt für Statistik: Schlafstörungen in der Bevölkerung – Schweizerische Gesundheitsbefragung 1997–2022, Oktober 2024. https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/gesundheit.assetdetail.32290000.html
[3]Universitätsspital Zürich: Insomnie (Schlafstörungen). https://www.usz.ch/krankheit/schlafstoerungen/
[4] Inselspital Bern, Universitäres Schlaf-Wach-Epilepsie-Zentrum: Das können Sie tun, um besser zu schlafen. https://neurologie.insel.ch/fileadmin/Neurologie/Dokumente/SWEZ/Das_k%C3%B6nnen_Sie_tun__um_besser_zu_schlafen.pdf
[5] Universitätsspital Zürich: Schlafstörungen – Behandlung und Regeln zur Schlafhygiene. https://www.usz.ch/fachbereich/konsiliarpsychiatrie-psychosomatik/angebot/schlafstoerungen/
[6] Arbora Vita: Night Calm – Produktinformationen, Inhaltsstoffe und Anwendung. https://arboravita.ch/products/night-calm
[7] Howatson G. et al.: Effect of tart cherry juice (Prunus cerasus) on melatonin levels and enhanced sleep quality. European Journal of Nutrition, 2012. Randomisierte Crossover-Studie mit gesunden Erwachsenen; untersucht wurde Montmorency-Sauerkirschsaftkonzentrat. Gemessen wurden unter anderem Melatoninwerte, Schlafdauer und Schlafeffizienz. Die untersuchte Saftzubereitung entspricht nicht dem in Night Calm eingesetzten Extrakt. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22038497/
[8] Langade D. et al.: Efficacy and Safety of Ashwagandha (Withania somnifera) Root Extract in Insomnia and Anxiety: A Double-blind, Randomized, Placebo-controlled Study. Cureus, 2019. Doppelblinde, placebokontrollierte Studie bei Menschen mit Insomnie; eingesetzt wurden 300 mg eines bestimmten Ashwagandha-Wurzelextrakts zweimal täglich über zehn Wochen. Untersucht wurden unter anderem Einschlafzeit und subjektive Schlafqualität. Andere Extrakte und Dosierungen sind nicht direkt vergleichbar. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31728244/
[9] Ngan A., Conduit R.: A double-blind, placebo-controlled investigation of the effects of Passiflora incarnata herbal tea on subjective sleep quality. Phytotherapy Research, 2011. Doppelblinde, placebokontrollierte Studie mit 41 gesunden Erwachsenen über eine Woche. Die subjektive Schlafqualität verbesserte sich, während sich bei den meisten weiteren Messwerten keine eindeutigen Unterschiede zeigten. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21294203/
[10] Di Pierro F. et al.: Effects of Melissa officinalis Phytosome on Sleep Quality: Results of a Prospective, Double-Blind, Placebo-Controlled, and Cross-Over Study. Nutrients, 2024. Doppelblinde Crossover-Studie mit 30 Erwachsenen. Untersucht wurde ein standardisierter Zitronenmelissenextrakt in einer speziellen Phytosome-Formulierung, weshalb sich die Resultate nicht automatisch auf andere Extrakte übertragen lassen. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39683592/
[11] Zick S. M. et al.: Preliminary examination of the efficacy and safety of a standardized chamomile extract for chronic primary insomnia: a randomized placebo-controlled pilot study. BMC Complementary and Alternative Medicine, 2011. Randomisierte, placebokontrollierte Pilotstudie bei Erwachsenen mit chronischer Insomnie. Bei den wichtigsten objektiven Schlafparametern zeigten sich keine klaren Vorteile; einzelne Schlafprotokoll- und Tageswerte verbesserten sich moderat. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21939549/
[12] Lewith G. T. et al.: A single-blinded, randomized pilot study evaluating the aroma of Lavandula angustifolia as a treatment for mild insomnia. Journal of Alternative and Complementary Medicine, 2005. Randomisierte Pilotstudie zu eingeatmetem Lavendelaroma bei leichter Insomnie. Die Ergebnisse beziehen sich auf Aromaanwendung und belegen nicht die Wirkung einer oral eingenommenen Lavendelform. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16131287/
[13] Hidese S. et al.: Effects of L-Theanine Administration on Stress-Related Symptoms and Cognitive Functions in Healthy Adults: A Randomized Controlled Trial. Nutrients, 2019. Kleine randomisierte, doppelblinde Crossover-Studie mit 200 mg L-Theanin täglich über vier Wochen. Einzelne subjektive Schlafwerte verbesserten sich; die beobachteten Effekte waren insgesamt begrenzt. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31623400/
[14] Jia F. et al.: Taurine is a potent activator of extrasynaptic GABA(A) receptors in the thalamus. Journal of Neuroscience, 2008. Mechanistische Untersuchung an Nervenzellen und Gewebe; Taurin beeinflusste unter anderem GABA-A- und Glycinrezeptoren. Es handelte sich nicht um eine klinische Schlafstudie am Menschen. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18171928/
[15] Schuster J. et al.: Magnesium Bisglycinate Supplementation in Healthy Adults Reporting Poor Sleep: A Randomized, Placebo-Controlled Trial. Nature and Science of Sleep, 2025. Randomisierte, placebokontrollierte Studie mit 155 Erwachsenen und 250 mg elementarem Magnesium als Magnesiumbisglycinat über vier Wochen. Der Unterschied gegenüber Placebo war statistisch signifikant, aber klein. Form und Dosis unterschieden sich vom in Night Calm verwendeten Magnesiumoxid. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40918053/
[16] Europäische Kommission: Verordnung (EU) Nr. 432/2012 – Liste zulässiger gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel. https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32012R0432
[17] Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen: Nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben. https://www.blv.admin.ch/de/naehrwert-und-gesundheitsbezogene-angaben
[18] National Center for Complementary and Integrative Health: Ashwagandha: Usefulness and Safety. Überblick zur traditionellen ayurvedischen Verwendung sowie zur heutigen Erforschung und Vermarktung im Zusammenhang mit Stress und Schlaf. https://www.nccih.nih.gov/health/ashwagandha
[19] European Medicines Agency: Passiflorae herba – herbal medicinal product. Die traditionelle Verwendung bei leichten Symptomen mentaler Belastung und als Einschlafhilfe wird auf langjährige Anwendung gestützt; die klinische Evidenz ist begrenzt. https://www.ema.europa.eu/en/medicines/herbal/passiflorae-herba
[20] European Medicines Agency: Melissae folium – herbal medicinal product. Traditionelle Verwendung von Melissenblättern bei leichten Stresssymptomen, zur Unterstützung des Schlafs und bei milden Verdauungsbeschwerden. https://www.ema.europa.eu/en/medicines/herbal/melissae-folium
[21] National Center for Complementary and Integrative Health: Chamomile: Usefulness and Safety. Überblick zur traditionellen Verwendung und zur bislang nicht ausreichenden klinischen Evidenz bei Insomnie. https://www.nccih.nih.gov/health/chamomile
[22] European Medicines Agency: Lavandulae aetheroleum – herbal medicinal product. Langjährige traditionelle Verwendung von Lavendelöl bei leichten Symptomen mentaler Belastung und Erschöpfung sowie zur Unterstützung des Schlafs. https://www.ema.europa.eu/en/medicines/herbal/lavandulae-aetheroleum
[23] Türközü D., Şanlier N.: L-Theanine, unique amino acid of tea, and its metabolism, health effects, and safety. Critical Reviews in Food Science and Nutrition, 2017. Überblick zu Herkunft, Eigenschaften und der Verwendung von L-Theanin im Zusammenhang mit Entspannung und Aufmerksamkeit. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21735448/
[24] Wu J.-Y., Prentice H.: Role of taurine in the central nervous system. Journal of Biomedical Science, 2010. Übersichtsarbeit zu den physiologischen Funktionen von Taurin im zentralen Nervensystem, darunter Neuromodulation, Zellschutz und Regulation des Zellhaushalts. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20804583/
Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Diagnose oder Behandlung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise.